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18.11.2017 : 17:01


Alstroemerien

Die Lilie der Inkas

Alstroemerien sind aufgrund ihrer Qualitäten ideale Schnittblumen und werden auf dem Blumengroßmarkt während des ganzen Jahres gehandelt. Sie bringen Farbenvielfalt ins Sortiment, sind gut haltbar und bieten ein adäquates Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eine ganze Reihe von Eigenschaften machen die Alstroemerie zu einem unverwechselbaren, vielseitigen Exemplar ihrer Gattung. Allen voran ihr Erscheinungsbild: Sofort ins Auge fallen die fein gezeichneten Blüten und deren filigran geschwungene Form. Ob Inkalilie pur oder als fröhlich-farbiges Element in bunten Sträußen: Alstroemerien sind sehr vielseitig einsetzbar. Ein Grund für ihren geheimnisvollen Charakter ist vielleicht der nur schwer zu beschreibende Schimmer, der sofort bezaubert.

Es sprechen aber auch eine Reihe ganz handfester Vorteile für die südamerikanische Schönheit. Interessant ist sie nicht nur wegen ihrer langen Blütezeit, sondern auch wegen ihrer pflegerischen Anspruchslosigkeit. Ein lichtreicher Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung ist ihr am liebsten. Schneidet man, bevor die Alstroemerie in die Vase gestellt wird, ein kleines Stück des Stengels ab und entfernt zudem die untersten Blätter, verlängert dies die Freude an ihr deutlich. Einige Veredlungsspezialisten bieten die Alstroemerie mittlerweile sogar als Topfpflanze an. Wie gesagt: eine sehr vielseitige Blume.

Heimat & Name: Der Name Inkalilie verrät es: Die Heimat der Alstroemerien aus der Familie der Amaryllidaceaen ist das heutige Kolumbien, das damals "Neu-Granada" hieß. Der schwedische Arzt und Professor der Botanik Carl von Linnè benannte diese sehr hübsche, aber auch empfindsame Beet- und Schnittstaude mit dem heute bekannten Namen Alstroemerie, nach seinem Schüler Claes Alstroemer.

Botanik: Die Blütenstiele der Alstroemerien entspringen rhizomartigen, fleischigen Wurzeln. Diese Rhizome brechen leicht; sie müssen vorsichtig behandelt werden. Eine Besonderheit ist die Blattstellung. Die lanzettlich geformten, ganzrandigen Blätter wenden ihre Unterseite dem Licht zu: sie sind um 180 Grad verdreht. Die Blüten sind in einer Dolde oder unregelmäßigen Traube angeordnet. Sie ähneln zarten Lilien, deren Blütenblattkreise unterschiedlich groß ausgebildet sind. Charakteristisch für Alstroemerien ist die oft abweichende Färbung der verschiedenen Blütenblattkreise sowie die lebhafte Punktierung und Strichelung der Petalen. Ein starker Blütenstand kann bis zu 40 Blüten ausbilden. Die im Handel erhältlichen Schnittblumen haben Dolden mit zwei bis sieben Verzweigungen, die je drei bis sechs Blüten tragen.

Kultur: Inkalilien sind so genannte fakultative Langtagpflanzen. Das heißt, dass sie um so mehr Blüten bilden, je länger sie am Tag Licht bekommen: 13 Stunden Sonne oder gleichwertige künstliche Beleuchtung brauchen sie mindestens. um zu blühen. Aber damit ist es nicht getan. Der zweite Anspruch an eine sich lohnende Kultur ist Kühle. Eine Bodentemperatur zwischen 11 und 15 Grad Celsius gilt als optimal; die Lufttemperatur darf ruhig höher liegen. Ist es den Schönheiten aus Südamerika am Boden zu warm, bilden sie vermehrt Triebe ohne Blüten aus. Das Aufkommen dieser Blindtriebe ist ein genetisch bedingtes Phänomen, das je nach Sorte unterschiedlich stark zu Tage tritt.

Warenpflege: Alstroemerien sind stark ethylenempfindlich, daher keinesfalls in die Nähe von reifendem Obst stellen. Das Vasenwasser sollte etwa 20 bis 25 Grad Celsius warm sein. Die Blüten niemals trocken und nicht unter 10 Grad Celsius gelagert werden. Die Blüten halten sich ausgezeichnet. Die neueren Sorten leiden auch nicht mehr unter schnell vergilbendem Blattwerk. Der Einsatz von Frischhaltemitteln hat sich bewährt.

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