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22.11.2017 : 12:14

informativ

Brandgefahr bei Adventskränzen und Gestecken minimieren!

Im Gartenbau, im Endverkauf und in der Floristik laufen die Vorbereitungen für die kommende Advents- und Weihnachtszeit.

Im Zusammenhang mit dem Einkauf von Materialien und dem Erstellen von Gestecken informieren schon jetzt die zuständigen Gewerbeaufsichtsämter und mahnen zur Sorgfalt.

So häufen sich die jährlichen Meldungen über (Beinahe-)Brände von Adventskränzen und Gestecken aus natürlichen Materialien. Ausgelöst werden sie oftmals durch heruntergebrannte Kerzen. Marktkontrollen der zuständigen Gewerbeaufsichtsämter haben ergeben, dass die Kerzen meist ohne feuerfeste Unterlage direkt auf dem brennbaren Kranz oder Gesteck festgemacht werden. Zur Befestigung werden häufig ein oder mehrere Stifte aus Metall verwendet, die dann im Wachs des Kerzenfußes angebracht sind.

Und hier besteht die Gefahr: Es zeigte sich nämlich, dass ein Selbstverlöschen der Flamme durch Umkippen des abgebrannten Kerzendochtes in das flüssige Wachs meist nicht mehr möglich ist. Ganz im Gegenteil: Der durch die Kerzenflamme erwärmte Drahtstift schmilzt ein Loch in den Kerzenfuß. Damit fließt nicht nur das flüssige Wachs in den Kranz, sondern auch der noch brennende Kerzendocht kann in den Kranz fallen und diesen dann entzünden.

Es gilt deshalb: Adventsgestecke, die trotz bestimmungsgemäßer Verwendung eine Brandgefahr sind, entsprechen nicht den einschlägigen gesetzlichen Regelungen des Geräte- und Produktsicherungsgesetzes (GPSG). Danach müssen verwendete Kerzen von Adventskränzen und Gestecken nach dem Abbrand selbständig und gefahrlos verlöschen. In der Regel wird dies durch eine feuerfeste Unterlage wie z.B. einem Kerzenteller auch erfüllt.

Des Weiteren ist der Hersteller von Kränzen und Gestecken verpflichtet, entsprechende Warnhinweise über die von diesem Produkt möglicherweise ausgehende Brandgefahr an den Gestecken zu befestigen.

Ebenso muss der Name des Herstellers oder des Einführers oder deren Adresse auf dem Verbraucherprodukt oder auf dessen Verpackung angebracht werden. Somit muss das Verbraucherprodukt so gekennzeichnet sein, dass es eindeutig identifiziert werden kann.

Seitens der Gewerbeaufsichtsämter ist für die kommende Adventssaison damit zu rechnen, dass Kontrollen hinsichtlich der ordnungsgemäßen Verarbeitung von Kränzen und Gestecken nach dem Produktsicherungsgesetz und den vorgenannten Kennzeichnungsvorschriften erfolgen.

Wir fordern deshalb unsere Kunden eindringlich auf, bei der Verarbeitung ihrer Adventskränze bzw. Gestecke auf die Verwendung von Kerzenteller zurückzugreifen bzw. die Kerzen soweit zu befestigen, dass ein selbständiges Verlöschen der Kerzen gewährleistet ist.

Darüber hinaus empfehlen wir unseren Kunden, beim Verkauf von Adventskränzen bzw. Gestecken aus Haftungsgründen eine gezielte Benutzerinformation beizulegen. Die Beilage dieser Benutzerinformation bringt für Gärtnereien und Blumengeschäfte bei entsprechender Gestaltung nicht nur Imagevorteile, sondern im Falle eines Schadens auch eine gewisse Rechtssicherheit.

Einen enstprechenden Vordruck können Sie hier als Word-Datei bzw. als PDF-Datei herunterladen.

Für Rückfragen steht auch der Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe in Dortmund gerne zur Verfügung (0231-9610140).