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21.11.2017 : 18:23








Gerbera

Charme & Eleganz

Die weithin leuchtenden Farben und die positive Ausstrahlung der Sonnenblumen ähnlichen Form haben zum Comeback des Klassikers Gerbera wesentlich beigetragen. Als positives Argument kommen die ausgezeichnete Haltbarkeit und die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten hinzu. Ob als "Mini" im Brautschmuck, als leuchtende Farbtupfer im bunten Strauß, Akzente setzend im Trauerschmuck oder in der floralen Tisch- und Raumdekoration: Gerberas machen überall und zu jeder Jahreszeit eine ausgesprochen "gute Figur".

1737 entdeckte der Botaniker Gronovius die Gerbera. Die ersten Exemplare, beheimatet in Asien, Südamerika und Tasmanien, hatten blässlich orangefarbene Blüten. Im 19. Jahrhundert gelangten Gerberas aus dem warmen Süd- und Zentralafrika nach Europa. Anfang der 40er Jahre unseres Jahrhunderts begannen die Amerikaner mit Neuzüchtungen. Erste Erfolge zeigten sich in leuchtenden Farben und größeren, ausdrucksstärkeren Blüten. Inzwischen gehören Gerberas zu den gefragten Schnittblumen. Mit über 200 Sorten bieten sie eine beinahe unerschöpfliche Farbskala. Alle Töne des Regenbogens sind vertreten - einzig die blaue Blume fehlt.

Qualität & Pflege: Gerberas (Gerbera-Hybriden) gehören zur großen Familie der Korbblütler (Compositae). Sie werden das ganze Jahr über auf dem Blumengroßmarkt angeboten. Beim Einkauf sollten bei einfach blühenden Sorten zwei bis drei äußere Blütenkränze in der Scheibe geöffnet sein. Bei gefüllten Sorten stehen die Blütenröhren in der Mitte flach. Weiteres Qualitätsmerkmal sind feste Blütenschäfte. In der Regel haben Gerberas eine Haltbarkeitsrate von 8 bis 15 Tagen. Noch im Karton verpackte Blüten können kühl gelagert werden, bereits ausgepackte nicht. Diese Schnittblumen benötigen eine besondere Pflege. Sie sollten möglichst sofort nach dem Einkauf ausgepackt und in Maschendraht eingehängt werden. Stiele nicht zu tief ins Wasser stellen. Vor allen Dingen das Vasenwasser sehr oft wechseln.

Drahtkorsett: In der Praxis werden Gerberastiele häufig mit einem Stützdraht versehen. Dieser schlängelt sich entweder außen sichtbar um den Schaft oder wird von der Blüte aus durchgesteckt. Es gibt auch die Möglichkeit, Gerberastiele mittels eines Gerätes mit einem Kunststoffschlauch zu ummanteln, der auch Biegungen fixiert. Viele Verbraucher stehen diesen Stützmaßnahmen ablehnend gegenüber. Fakt ist, dass eine Qualitätsgerbera dieses "Korsett" eigentlich nicht benötigt. Aber: Die Blüten haben die Eigenschaft, sich nach dem Licht zu drehen. Wer diesen Effekt vermeiden möchte, kommt um Draht oder Kunststoffschlauch nicht herum.

Mini-Gerbera: Die Mini-Gerberas sind längst nicht mehr nur eine willkommene Ergänzung des Gerbera-Sortiments. Ihre Erfolgsstory begann Ende der 80er Jahre. Damals erschien die kleine Schwester der großblütigen Gerbera auf dem Markt. Floristen und Verbraucher schlossen sie sofort ins Herz. Die kräftige kleine Blüte war vielfältiger zu nutzen und eröffnete ungeahnte Verwendungsmöglichkeiten.

Mini-Gerbera kommen sowohl in Kartons als auch auf Wasser in den Handel. Der Transport auf Wasser hat unter anderem den Vorteil, dass die Blumen beim Kunden frischer ankommen, was einen günstigen Einfluss auf die Haltbarkeit hat.

Blumen in Kartons werden am besten mit den Blüten nach unten gelagert. Man vermeidet so ein Krummwerden der Stiele. Nach dem Einkauf müssen die Blumen mindestens vier Stunden im Wasser stehen. Sobald sich die Stiele fest anfühlen, ist eine weitere Verarbeitung möglich.

Getopft: Gerbera jamesonii ist eine attraktive Topfpflanze, die mit 30 bis 40 Zentimetern relativ niedrig bleibt. Sie benötigt einen hellen bis leicht sonnigen, luftigen Standort und kann den Sommer über im Freien bei 18 bis 20 Grad Celsius verbringen. Im Winter ist ein kühler Platz bei 10 bis 12 Grad Celsius angesagt. Die Pflanze benötigt ein humoses, durchlässiges Substrat mit ein wenig Landerdezusatz. Der pH-Wert sollte bei 5,0 bis 5,5 liegen. Im Sommer sollte reichlich gegossen und die Pflanze gut mit Dünger versorgt werden. Im Winter ein wenig sparsamer wässern, da die Verdunstungsrate bei kühleren Temperaturen niedriger ist. Gerbera jamesonii gilt als anfällig für Blattläuse, Weiße Fliegen, Spinnmilben, Thripse und Minierfliegen.

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